Ratgeber · Webdesign Bayern

Was kostet eine Website in Bayern?
Preise & Leistungen 2026

13. Mai 2026 · ATMAN Solutions, Straubing · 8 Min. Lesezeit

Die ehrliche Antwort lautet: zwischen €500 und €50.000 — je nachdem, was Sie wirklich brauchen. Diese Spanne ist unbefriedigend, deshalb schlüsseln wir sie in diesem Artikel konkret auf. Am Ende wissen Sie genau, was eine Website in Bayern kostet, welche Faktoren den Preis treiben und worauf Sie bei der Auswahl eines Anbieters achten sollten.

Als Softwarestudio aus Straubing arbeiten wir regelmäßig mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in Niederbayern und ganz Bayern zusammen. Die Fragen, die wir am häufigsten hören: „Was kostet das bei euch?" und „Warum ist ein Angebot so viel teurer als das andere?" Beides beantworten wir hier.

Preisübersicht: Website-Kosten in Bayern 2026

Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen realistischen Überblick über die marktüblichen Preisbereiche im bayerischen Raum:

Typ Preisspanne Anbieter
DIY-Baukasten
Jimdo, Wix, Squarespace
€0 – €300 / Jahr Selbst bauen
Einfache Visitenkarte
1–5 Seiten, kein CMS
€800 – €2.500 Freelancer
Professionelle Unternehmensseite
5–15 Seiten, CMS, SEO-Grundoptimierung
€2.000 – €6.000 Boutique-Studio / Agentur
Erweiterte Website + Funktionen
Blog, Buchungssystem, Formulare, mehrsprachig
€4.000 – €12.000 Agentur
Online-Shop (E-Commerce)
WooCommerce, Shopify, individuell
€4.000 – €20.000 Agentur / Entwickler
Web-App / Custom Software
Individuelle Logik, Datenbank, Nutzerverwaltung
ab €10.000 Softwarestudio

Hinweis zu ATMAN-Preisen: Wir entwickeln Unternehmenswebsites ab €2.000, Apps und individuelle Software ab €5.000. IoT- und Automotive-Projekte werden nach Scope kalkuliert. Anfragen beantwortet wir innerhalb von 24 Stunden.

Was bestimmt den Preis einer Website?

Hinter dem breiten Preisgefüge stecken fünf Hauptfaktoren. Wer diese versteht, kann Angebote besser vergleichen und erkennt, ob ein günstiges Angebot wirklich günstig ist.

1. Umfang und Seitenanzahl

Eine einseitige Visitenkarte (Startseite, Kontakt, Impressum) ist grundsätzlich günstiger als eine Website mit 20 Unterseiten, separaten Landingpages und einem Blog. Jede zusätzliche Seite bedeutet Konzeption, Design und Entwicklungszeit.

2. Individuelle Funktionen

Standard-Websites ohne besondere Logik sind deutlich günstiger als Seiten mit Buchungssystem, Mitgliederbereich, Konfigurator oder Datenbankanbindung. Sobald Daten gespeichert, verarbeitet oder in Echtzeit abgerufen werden, steigt der Entwicklungsaufwand erheblich.

3. Design: Template vs. Maßanfertigung

Ein angepasstes Premium-Template liegt deutlich unter einem vollständig individuell gestalteten Design. Das ist keine schlechte Entscheidung — für viele Unternehmen ist ein durchdacht angepasstes Template die wirtschaftlichste Lösung. Ein eigenes Corporate Design, das kein anderes Unternehmen nutzt, kostet entsprechend mehr.

4. Content und Texterstellung

Viele Angebote kalkulieren ohne Texte. Wenn Sie Texte, Bilder und Struktur selbst liefern, ist das Angebot günstiger. Professionelles Texten kostet je nach Umfang €500 bis €3.000 extra — und macht oft den größten Unterschied für SEO und Conversion.

5. SEO und technische Optimierung

Eine Website, die niemand findet, bringt keinen Nutzen. Grundlegende SEO-Maßnahmen — Ladezeit, Struktur, lokale Keywords, Google Business-Integration — sollten in jedem professionellen Angebot enthalten sein. Tiefgreifende SEO-Arbeit mit Keyword-Strategie und Content-Plan kommt obendrauf.

6. Anbietertyp in Bayern

In Bayern teilt sich der Markt grob in vier Segmente auf:

  • Freelancer: Günstigster Einstieg, höchstes Risiko bei Zuverlässigkeit und Support
  • Lokale Boutique-Studios (wie ATMAN in Straubing): Persönlicher Kontakt, direkte Kommunikation, faire Preise
  • Mittelgroße Agenturen (Regensburg, München): Breitere Kapazität, höhere Overheadkosten
  • Große Digitalagenturen: Enterprise-Kapazität, Enterprise-Preise — für die meisten KMU überdimensioniert

Selbst bauen oder bauen lassen?

Baukästen wie Jimdo, Wix oder Squarespace sind verlockend: kostenloser Einstieg, viele Templates, kein technisches Wissen nötig. Für ein privates Projekt oder einen ersten Online-Auftritt ohne Ambitionen kann das funktionieren.

Für ein Unternehmen, das über Google gefunden werden will oder das seine Website als Vertriebskanal betrachtet, haben DIY-Lösungen aber konkrete Nachteile:

  • SEO-Einschränkungen: Begrenzte Kontrolle über technische SEO-Parameter, langsame Ladezeiten auf günstigeren Tarifen
  • Generisches Erscheinungsbild: Templates werden von tausenden anderen Websites genutzt — kein Alleinstellungsmerkmal
  • Plattformabhängigkeit: Ihre Inhalte gehören der Plattform, ein Wechsel ist aufwendig
  • Laufende Kosten: Abo-Gebühren summieren sich über die Jahre und steigen mit zusätzlichen Features
  • Keine individuellen Funktionen: Sobald Sie etwas brauchen, das der Baukasten nicht bietet, sind Sie blockiert

Rechenbeispiel: Jimdo Business kostet ~€25/Monat = €300/Jahr. Nach 5 Jahren haben Sie €1.500 gezahlt — und eine generische Website ohne SEO-Fundament. Eine professionell entwickelte Website ab €2.000 ist nach 18 Monaten günstiger und leistet weit mehr.

Typische Kostenfallen — worauf Sie achten sollten

Nicht jedes günstige Angebot ist wirklich günstig. Diese Punkte sollten Sie vor einer Beauftragung klären:

  • Hosting und Domain nicht enthalten: Viele Angebote kalkulieren ohne laufende Kosten. Fragen Sie explizit, was nach der Übergabe anfällt.
  • Keine Wartung oder Support: Was passiert, wenn etwas nicht mehr funktioniert? Ein Freelancer ohne klares Supportmodell ist ein Risiko.
  • Urheberrecht an Design und Code: Stellen Sie sicher, dass Sie nach der Zahlung Eigentümer des Codes sind — nicht nur einer Lizenz.
  • Kein SEO inbegriffen: Eine schön gestaltete Website ohne technische SEO-Grundlage wird nicht gefunden.
  • Versteckte Änderungskosten: Manche Anbieter kalkulieren günstig und berechnen jede Anpassung separat. Fragen Sie nach einem Änderungs-Stundensatz.

Was sollte eine gute Website in Bayern leisten?

Unabhängig vom Preis gibt es einen Mindeststandard, den jede professionell gebaute Website erfüllen sollte:

  • Ladezeit unter 3 Sekunden (Google-Ranking-Faktor)
  • Vollständig responsive auf Mobilgeräten
  • DSGVO-konformes Cookie-Banner und Datenschutzerklärung
  • Technisches SEO: korrekte Meta-Tags, strukturierte Daten, Sitemap
  • Google Business Profile verknüpft (für lokale Sichtbarkeit in Bayern)
  • SSL-Zertifikat (HTTPS) aktiv
  • Klare Kontaktmöglichkeit und Handlungsaufforderung (CTA)

Unser Fazit: Was ist realistisch für ein bayerisches KMU?

Für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen in Bayern empfehlen wir ein Budget von €2.000 bis €5.000 für eine professionelle Unternehmenswebsite. Das deckt solides Design, individuelle Entwicklung, SEO-Grundoptimierung und eine saubere technische Basis ab.

Wer einen Online-Shop aufbauen möchte, sollte realistisch mit €5.000 aufwärts kalkulieren. Für individuelle Web-Apps, Buchungsportale oder Plattformen beginnen die Gespräche bei €10.000.

Was Sie vermeiden sollten: das günstigste Angebot wählen ohne zu verstehen, was darin enthalten ist. Ein schlecht gebautes Fundament kostet später mehr — in Nacharbeit, entgangenem Traffic und verpassten Kunden.

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